Mopria, Google Cloud Print und mögliche Alternativen: Android-Drucken im Unternehmen

Im zweiten Teil unserer Reihe zum mobilen Drucken stand das Netzwerkdrucken mit iOS-Geräten im Mittelpunkt. Dieser Beitrag widmet sich dem Unternehmensdrucken mit Android-Geräten. Das mobile Betriebssystem Android erfreut sich weltweit großer Beliebtheit und das sowohl auf privaten Smartphones und Tablets als auch im Unternehmenseinsatz. Zum produktiven Arbeiten mit mobilen Endgeräten gehört für viele Anwender jedoch auch, Dateien reibungslos ausdrucken zu können – am besten aus allen Anwendungen und auf jeden Drucker vor Ort. Daher bedarf es performanter mobiler Drucklösungen oder Cloud-Printing-Lösungen für Android. Aber bieten Lösungen wie Mopria und Google Cloud Print alles, was Mitarbeiter zum komfortablen Android-Drucken brauchen? Und lassen sich diese Drucklösungen einfach in die Unternehmens-IT einbinden?

Eignen sich Mopria und Google Cloud Print zum Android-Drucken im Unternehmen?

Wie gut eignen sich Mopria und Google Cloud Print zum Android-Drucken im Unternehmen? (Foto von Maliha Mannan auf Unsplash)

Android-Drucken mit Mopria

Mopria (Mobile Printing Alliance) wurde im September 2013 von den Druckerherstellern Canon, HP, Samsung und Xerox gegründet. Inzwischen zählt die Mopria Alliance 23 Druckerhersteller. Erklärtes Ziel des Zusammenschlusses ist es, einfaches, standardisiertes, herstellerunabhängiges mobiles Drucken zu ermöglichen. Dafür wurde ein „universeller Druckertreiber“ entwickelt, der die zu druckenden Daten in den für den jeweiligen Drucker passenden Dateityp umwandelt.

Dank dem Mopria Print Service können sich Android-Nutzer – allerdings nur mit Mopria-fähigen mobilen Geräten – per WLAN mit jedem Mopria-zertifizierten Drucker verbinden. Und damit kommen wir auch schon zum Manko der Mopria-Technologie: Denn selbst wenn im Jahr 2018 bereits mehr als 3000 Druckermodelle per automatischer Druckersuche erreichbar sind, so können doch all jene bereits vorhandenen Unternehmensdrucker ohne Mopria-Zertifikat nicht für die mobile Druckausgabe genutzt werden. Einschränkend beim mobilen Arbeiten ist zudem, dass die mobile Druckfunktion nur über WLAN genutzt werden kann. Denn das bedeutet zum einen, dass sich das mobile Gerät und der Drucker im selben WLAN-Netz befinden müssen und zum anderen, dass andere Netzwerkdrucker im Unternehmen nicht für das Android-Drucken zur Verfügung stehen. Nachteilig für das mobile Unternehmensdrucken ist zudem, dass der Lösung eine Management-Konsole fehlt, mit der sich Nutzer, Drucker, Nutzerrechte, Zertifikate oder Sicherheitseinstellungen managen lassen.

Abhängig von den konkreten Anforderungen und der bestehenden Druckerflotte kann es sich daher für Unternehmen durchaus lohnen, eine Mopria-Alternative in Betracht zu ziehen.

Android-Drucken mit Google Cloud Print

Google Cloud Print darf zunächst einmal nicht mit Android Print verwechselt werden, handelt es sich bei ersterem doch um einen von Android recht unabhängigen webbasierten Cloud-Service, der die Bereitstellung von Druckaufträgen aus Anwendungen auf Druckern verwaltet. Mit Google Cloud Print können Anwender von jedem beliebigen Android-Gerät auf cloud-fähige Drucker zugreifen. Die Daten werden über das Internet an den Drucker gesendet (Cloud Printing), weshalb der Ausdruck auch remote gestartet werden kann (hier besteht allerdings ein Sicherheitsrisiko, das sich durch sichere Drucklösungen wie Pull Printing mindern lässt).

Aber taugt die eher endverbraucher-orientierte Lösung Google Cloud Print wirklich für den Unternehmenseinsatz? Nur bedingt. Anwender können zwar einen Drucker durch Freigabe mit Kollegen oder Freunden teilen, doch problematisch wird es, wenn eine große Anzahl von Benutzern und viele unterschiedliche Mobilgeräte verwaltet werden müssen. Hier kommen Lösungen von Drittanbietern ins Spiel, die Google Cloud Print durch eine professionelle Druckmanagement-Lösung sinnvoll ergänzen können.

ThinPrint Mobile Print – Die Alternative zu Mopria und Google Cloud Print

Mit ThinPrint Mobile Print, der Lösung für gemanagtes und sicheres Drucken im Unternehmen, lassen sich Android-Geräte komfortabel in die bestehende Druckinfrastruktur einbinden. Anwender können mit jedem beliebigen mobilen Gerät auf alle vorhandenen Unternehmensdrucker drucken – herstellerunabhängig, auf Netzwerk- und WLAN-Drucker. Nutzerberechtigungen werden automatisch aus dem Active Directory oder vom Druckserver übernommen und lassen sich bei Bedarf erweitern oder einschränken. Dank der einfachen Integration in UEM-Systeme wie MobileIron, Airwatch (VMware Workspace ONE) oder Citrix XenMobile wird das mobile Unternehmensdrucken sicher verwaltet. ThinPrint Mobile Print eignet sich somit für den flächendeckenden unternehmensweiten Einsatz. Der einzigartige Funktionsumfang der mobilen Drucklösung macht ThinPrint Mobile Print zu einer interessanten Alternative zu Mopria und Google Cloud Print.

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