Das Support-Ende von Windows Server 2008/2008 R2 und was Unternehmen tun können

Am 14. Januar 2020 endet der erweiterte Support für Windows Server 2008/2008 R2, für SQL-Server sogar noch früher, nämlich am 9. Juli 2019. Das Ende des Supports bedeutet für Unternehmen, dass keine Updates mehr zur Verfügung stehen, nicht einmal die regulären Sicherheitsupdates. Server über das Support-Ende hinaus weiter zu betreiben, birgt für Unternehmen ein gewaltiges Risiko, u.a. auch weil Compliance-Richtlinien nicht mehr eingehalten werden können. In seinem Artikel auf ip-insider.de weist Thomas Joos auf die Notwendigkeit hin, schon jetzt eine entsprechende Strategie für die Nach-Windows-Server-2008/2008-R2-Zeit zu entwickeln und zeigt, wie Unternehmen ihre Windows-Server sinnvoll ersetzen können.

Windows Server 2008/2008 R2 Support Ende ist nicht mehr weit

Schon jetzt sollten Unternehmen planen, auf welche Lösung sie nach dem Support-Ende von Windows Server 2008/2008 R2 setzen wollen

Im Prinzip bieten sich Unternehmen folgende Optionen:
– Migration zu Microsoft Azure
– Nutzung von Extended Security Updates
– Wechsel zu Windows Server 2016 oder 2019

Migration zu Microsoft Azure

Unternehmen können ihre Windows Server als virtuelle Server in Azure bereitstellen und so von drei weiteren Jahren Support profitieren. Ein großer Teil der bestehenden Software-Lizenzen werden ihnen bei der Migration zu Azure angerechnet, so dass die Lizenzkosten für die virtuellen Maschinen wesentlich geringer ausfallen (Azure-Hybridvorteil). Dienste wie Azure Migrate helfen Unternehmen dabei, Server-Workloads oder komplette Server als VMs in Azure zu migrieren. Jedoch muss geprüft werden, ob die im Unternehmen verwendeten Anwendungen wirklich für den Einsatz auf virtuellen Maschinen oder in der Cloud geeignet sind.

Extended Security Updates via Enterprise Agreements

Sind Unternehmen mit Microsoft ein Abo-Modell eingegangen und verfügen somit über eine Software Assurance oder ein Enterprise Agreement, können sie drei weitere Jahre Sicherheitsupdates der Stufen „Wichtig“ und „Kritisch“ über das Extended Security Update-Programm buchen. Bei dieser Vorgehensweise fallen allerdings wesentlich höhere Kosten als bei der Migration zu Azure an.

Wechsel zu Windows Server 2016 oder Windows Server 2019

Die Migration zu Windows Server 2016 wird von Microsoft generell empfohlen, handelt es sich doch um ein ausgereiftes Betriebssystem mit vielen neuen Features. Windows Server 2016 gilt als stabil und läuft ohne Probleme im Netzwerk. Hingegen ist Windows Server 2019 noch nicht auf dem gleichen Stand wie Windows Server 2016. Für diese Server-Version gibt es noch nicht genügend zertifizierte Hardware, so dass Windows Server 2019 noch nicht ausreichend von Drittanbietern unterstützt wird. Auch besteht die Gefahr von Fehlern im Betriebssystem, die Server instabil laufen lassen oder sogar zu Datenverlust führen können. Hier müssen Unternehmen also abwägen, zumal sie Windows Server 2016 bei Bedarf direkt zu Windows Server 2019 aktualisieren können.

Support-Ende von Windows Server 2008/2008 R2  = Das Aus für hochverfügbares Drucken?

Sowohl Windows Server 2016 als auch Windows Server 2019 leiden unter einem wesentlichen Manko – dem Wegfall des Druckserver-Clusters. Seitdem Microsoft keine Print Cluster mehr unterstützt, ist hochverfügbares Drucken nicht länger gewährleistet. Was also kann man Unternehmen in puncto Hochverfügbarkeit beim Drucken raten, die den Wechsel auf Windows Server 2016 oder 2019 planen? Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass Microsofts Versuch, Print Cluster durch die Virtualisierung von Druckservern zu ersetzen, zu kurz greift. Jedoch bieten Drittanbieter wie ThinPrint einen umfassenden Ersatz für eben jene Druck-Cluster. Lesen Sie hier, warum Virtualisierung kein hochverfügbares Drucken ermöglicht und wie ThinPrint für ausfallsichere Druckserver sorgt, ganz gleich, ob sich Unternehmen für Windows Server 2016 oder Windows Server 2019 entscheiden.

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Tahani Khaled